Steuerfreie Einkommen in Litauen ab 2026 – was müssen Unternehmen wissen?

Ab dem 1. Januar 2026 treten wichtige steuerliche Änderungen in Kraft, die sowohl Privatpersonen als auch Arbeitgeber betreffen. Zu den relevantesten Neuerungen gehören die Aktualisierung der Regeln für steuerfreie Einkommen gemäß den Änderungen des Artikels 17 des Einkommensteuergesetzes (GPMĮ) sowie die Anpassung der NPD-Formel.

Für Unternehmen sind diese Änderungen nicht nur wegen der Lohnabrechnung wichtig, sondern auch deshalb, weil sie die Besteuerung von Urlaubsgeld, Tagesgeldern und anderen arbeitsbezogenen Zahlungen direkt beeinflussen.
Damit die Vorbereitung reibungslos verläuft, ist es wichtig, genau zu verstehen, was sich ändert und wie sich dies auf die Unternehmensbuchhaltung auswirkt.

Was ändert sich ab 2026 – die wichtigsten Punkte

Ab 2026 werden mehrere wesentliche steuerliche Elemente aktualisiert:

  • Artikel 17 des Einkommensteuergesetzes wird aktualisiert und legt fest, welche Einkommen steuerfrei sind.
  • Der steuerfreie Einkommensbetrag (NPD) und die Formel seiner Anwendung ändern sich.
  • Der gesetzliche Mindestlohn (MMA) steigt, ebenso wie die damit verbundenen Schwellenwerte, beispielsweise für steuerfreie Tagesgelder.

Diese Änderungen beeinflussen nicht nur das Nettoeinkommen der Arbeitnehmer, sondern auch die steuerliche Belastung der Unternehmen.

Änderungen des Artikels 17 GPMĮ: Steuerfreie Einkommen ab 2026

Gemäß der aktualisierten Fassung des Artikels 17 des Einkommensteuergesetzes wird ab 2026 der Begriff des steuerfreien Einkommens präzisiert und erweitert. Zu den wichtigsten Änderungen für Unternehmen und Privatpersonen gehören:

1. Einkommen aus dem Verkauf von Vermögen – steuerfrei bleiben jene Einkommen, die aus dem Verkauf von Vermögenswerten stammen, die länger als 5 Jahre gehalten wurden.
Die aktualisierte Fassung definiert genauer, wann die Haltedauer ununterbrochen zählt (wichtig bei Erbschaften und Schenkungen).

2. Vom Arbeitgeber gezahlte Versicherungsbeiträge – ab 2026 wird klarer geregelt, welcher Teil der vom Arbeitgeber gezahlten Versicherungsbeiträge von der Einkommensteuer befreit werden kann.
Der steuerfreie Betrag ist an jährliche Höchstgrenzen für zusätzliche Kranken- oder Lebensversicherungen gekoppelt.

3. Entschädigungen und Zahlungen an Arbeitnehmer – Artikel 17 wurde ergänzt und präzisiert in Bezug auf:

  • Tagesgelder bei Dienstreisen,
  • Entschädigungen für mobile Arbeit,
  • Zahlungen für die Nutzung von persönlichem Eigentum.

Wesentlich dabei ist, dass die Steuerfreiheit dieser Zahlungen an die Höhe des Arbeitsentgelts gekoppelt ist, was direkt mit den Änderungen des MMA zusammenhängt.

Wie hängen die Änderungen 2026 mit der Steuerfreiheit von Tagesgeldern zusammen?

Der steigende gesetzliche Mindestlohn (1.153 € brutto) ab 2026 verändert direkt die Schwellenwerte für die Besteuerung von Tagesgeldern.

Tagesgelder sind steuerfrei, wenn das im Arbeitsvertrag festgelegte Gehalt des Arbeitnehmers mindestens 1,65 × MMA beträgt.

Das bedeutet:

  • Ab 2026 beträgt diese Grenze 1.902,45 € brutto.
  • Verdient ein Arbeitnehmer weniger, sind Tagesgelder nur bis zu 50 % seines Gehalts steuerfrei.

Dies ist wichtig bei der Planung von Reisekostenbudgets, Vergütungspolitik und steuerlichen Risikobewertungen.

Änderungen beim NPD: Was ändert sich ab 2026?

Der steuerfreie Einkommensbetrag (NPD) ist ein besonders sensibles Thema für Arbeitnehmer, insbesondere für diejenigen mit niedrigen und mittleren Einkommen.

Ab 2026:

  • ändert sich die NPD-Formel,
  • steigt der steuerfreie Anteil für geringer verdienende Personen,
  • wird präzisiert, wie der NPD mit steigendem Einkommen sinkt.

Was bedeutet das in der Praxis?

  • Das Nettoeinkommen vieler Arbeitnehmer wird steigen.
  • Unternehmen müssen Lohnsysteme, Gehaltsabrechnungen und Buchhaltungsmodelle anpassen, um Fehler bei der Steuererklärung zu vermeiden.

3 Schritte zur Vorbereitung auf die Änderungen 2026:

  1. Bewerten Sie die aktuelle Situation – überprüfen Sie Arbeitsverträge, Gehaltsstrukturen, Reisekostenrichtlinien und Systeme für zusätzliche Zahlungen.
  2. Aktualisieren Sie Berechnungsmodelle – passen Sie Ihre Buchhaltung an den neuen NPD, den aktualisierten Artikel 17 und die neuen Tagesgeldgrenzen an. Dies ist besonders wichtig für Unternehmen mit vielen dienstreisenden Mitarbeitern.
  3. Erstellen Sie das Budget für 2026 – der Lohnfonds wird sich ab 2026 aufgrund der Änderungen bei MMA, NPD und Einkommensteuerregeln verändern. Je früher Sie dies einplanen, desto reibungsloser wird die Jahresplanung.

UAB „Germalita accounting & consulting“ – ein zuverlässiger Partner in Zeiten steuerlicher Veränderungen.

Wir kümmern uns um:

  • Neuberechnung der Löhne gemäß den neuen Tarifen,
  • Überprüfung der Besteuerung von Dienstreisen und Tagesgeldern,
  • Korrekte Anwendung des Artikels 17 des Einkommensteuergesetzes,
  • Berechnung des NPD nach den Regeln ab 2026,
  • Aktualisierung von Dokumenten, internen Richtlinien und Buchhaltungssystemen.

Bereiten Sie sich auf die Änderungen 2026 mit „Germalita accounting & consulting“ vor.

Unser Ziel ist es, Ihr Unternehmen sicher und ohne Risiken durch die anstehenden Veränderungen zu führen.

Veränderung ist unvermeidlich – eine gute Vorbereitung hilft, daraus nicht ein Problem, sondern eine Chance zur Stärkung Ihres Unternehmens zu machen.

Wenn Sie Klarheit, Genauigkeit und professionelle Unterstützung wünschen – kontaktieren Sie uns:

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UAB „Germalita accounting & consulting“ – wenn Buchhaltung zu Ruhe wird.


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